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Medizinische Vorträge und Vorlesungen transkribieren

Die Sorge vor der Fachsprache ist bei einem Vortrag fast immer die falsche Sorge. Wirkstoffnamen und gängige Abkürzungen sind für das Modell Alltag. Nicht wissen kann es Ihre Stationskürzel, den Nachnamen der vortragenden Person oder eine interne Studiennummer. Genau diese kurze Liste deckt der Kontext ab.

Kalima Team8 Min. Lesezeit

Die Aufnahme ist die leichte Hälfte. Sorgen macht sich jeder um die Fachsprache, und meist ist das die falsche Sorge: Das Sprachmodell hinter Kalima ist auf Fachdomänen ausgelegt, Medizin darunter. Für die Erkennung sind klinische Terminologie, Wirkstoffnamen und die geläufigen Abkürzungen deshalb Alltag und kein Sonderfall. Sie fangen nicht bei null an und müssen nichts vorbereiten, um ein brauchbares Transkript zu bekommen.

Nicht wissen kann ein Modell alles, was nur bei Ihnen gilt: die Abkürzungen Ihrer Abteilung, einen regionalen Handelsnamen, den Nachnamen der vortragenden Person, eine interne Studiennummer. Genau dafür gibt es den Sitzungskontext. Er kostet zwei Minuten, ist in jedem Tarif enthalten und bleibt optional.

Es geht hier um Fortbildungen, Kongressvorträge, Vorlesungen, CME-Veranstaltungen und Journal Clubs, also um Lehr- und Kongressmaterial, nicht um Patientenakten. Wenn Sie Transkription für etwas prüfen, das Patientendaten berührt, sprechen Sie uns vorher an, dann gehen wir die Anforderungen mit Ihnen sauber durch.

Was das Modell schon kann, und was nicht

Das Gesundheitswesen gehört zu den Domänen, für die die Erkennung gebaut ist. Am Wortschatz, aus dem ein Vortrag tatsächlich besteht, liegt es deshalb nicht:

  • Wirkstoff- und Handelsnamen, auch die langen Zusammensetzungen, die niemand zweimal gleich schreibt.
  • Eponyme. Morbus Crohn, Ormond, Bechterew. Sie klingen nach Nachnamen, weil es Nachnamen sind, und aus dem Zusammenhang den richtigen zu wählen, ist genau das, was ein fachkundiges Modell gut kann.
  • Abkürzungen, die als Laut gesprochen werden. NSTEMI, COPD, GFR, CRP.
  • Lateinische und anatomische Begriffe, bei denen die Endung die Bedeutung trägt.
  • Sprachwechsel. Ein deutscher Vortrag, der jeden zweiten Satz in englische Terminologie kippt, kommt als ein Dokument zurück, jeder Abschnitt in der Sprache gekennzeichnet, in der er gesprochen wurde.

Vorbereiten lohnt sich für die kürzere Liste, denn sie gilt nur bei Ihnen und kann in keinem Modell stehen:

  • Hauseigene Abkürzungen, Stationsnamen und das interne Kürzelwesen, das außerhalb Ihres Gebäudes nichts bedeutet.
  • Der Nachname der vortragenden Person und die Namen der zitierten Personen und Studien.
  • Regionale Handelsnamen, eine interne Protokoll- oder Studiennummer.
  • Alles, was jedes Mal exakt gleich geschrieben sein muss, weil es hinterher in ein Dokument wandert.

Alles Weitere hier dreht sich um diese zweite Liste.

Der Kontext ist optional und kostet zwei Minuten

Bei Kalima heißt das Kontext: eine kurze Einordnung plus die Begriffe, die Sie festnageln wollen. Das ist in jedem Tarif ohne Aufpreis enthalten, und Sie können es überspringen.

Überspringen heißt aber nicht, dass gar nichts übergeben wird. Wenn Sie selbst keinen Kontext einstellen, schickt Kalima dem Modell trotzdem eine kleine, wahrheitsgemäße Einordnung aus dem, was die App über die Sitzung weiß: die Aufnahmesituation, den Titel der Sitzung und das Projekt, in dem sie liegt. Blind läuft eine in vier Klicks angelegte Sitzung also nicht.

Was Sie darauf setzen, erledigt zwei verschiedene Aufgaben, und die günstigere bringt am meisten:

  • Eine Beschreibung. Zwei, drei Sätze, die Fach, Thema und Rahmen benennen. Das ist die Hälfte mit dem größten Ertrag, weil sie das Modell im richtigen Fachgebiet verortet, ohne dass Sie ein einziges Wort vorhersagen müssen. „Kardiologische Fortbildung zum akuten Koronarsyndrom, Vortrag Prof. Weber, Fragen im Anschluss“ reicht bereits, um die Auflösung mehrdeutiger Wörter zu verschieben. Das Beschreibungsfeld in der App fasst bis zu 2.000 Zeichen, also weit mehr, als hier nötig ist.
  • Fachbegriffe und Namen. Die optionale Feinarbeit, gerichtet auf die Liste oben: Stationskürzel, der Nachname der vortragenden Person, eine interne Nummer, alles, was exakt gleich geschrieben sein muss. Schreiben Sie jeden Begriff so, wie er im Transkript stehen soll. Ein Begriff wirkt als harte Vorgabe, deshalb schlägt eine kurze, bewusste Liste eine lange vorsorgliche, die mit Vokabular gefüllt ist, das die Erkennung ohnehin beherrscht.

Wenn Sie die Sitzung zusätzlich übersetzen lassen, können Sie für einzelne Begriffe eine bevorzugte Übersetzung hinterlegen. Dann steht dort durchgängig der etablierte Fachausdruck und keine wörtliche Übertragung, die niemand wiedererkennt.

Zweihundert Begriffe tippt niemand

Für eine wiederkehrende Reihe lohnt sich ein richtiges Glossar, und dass es von Hand entstehen muss, ist der Grund, warum die meisten nie entstehen. Kalima schreibt Ihnen deshalb einen Entwurf. Öffnen Sie Vorlagen in der Studio-Seitenleiste und wählen Sie Mit KI erstellen. Beschreiben Sie in zwei, drei Sätzen, was Sie aufnehmen, und lassen Sie die Vorlage erstellen. Im Editor öffnet sich eine fertige Vorlage, meist mit 200 bis 350 Begriffen und einer Einordnung. Gespeichert wird nichts, bevor Sie hineingesehen haben: Sie benennen die Vorlage, streichen, was nicht passt, und speichern.

Wenn Sie lieber Ihre eigene KI nutzen, liefert derselbe Dialog eine fertige Anweisung zum Einfügen in ChatGPT oder ein anderes Modell. Kalima liest die Antwort auch dann ein, wenn sie in Kommentaren oder Codeblöcken verpackt ankommt.

TarifVorlagen, die Kalima pro Woche schreibt
Free0 (dann über die kopierte Anweisung)
Plus5
Pro / Team30
EnterpriseUnbegrenzt

Das Kontingent setzt sich jeden Montag um 00:00 UTC zurück. Selbst geschriebene oder bearbeitete Vorlagen zählen nie mit, und wie viele Sie aufbewahren, ist unbegrenzt.

Einmal einrichten für eine ganze Reihe

Bei einem wiederkehrenden Seminar, einer Vorlesungsreihe oder den Fortbildungen einer Abteilung hinterlegen Sie den Kontext besser am Projekt als an jeder einzelnen Sitzung. Jede neue Sitzung in diesem Projekt übernimmt ihn, und niemand muss vor dem nächsten Vortrag an die Begriffe denken. Ein Projekt speichert entweder freien Kontexttext oder eine gespeicherte Vorlage, nicht beides. Zum Ändern der Projektvorgaben brauchen Sie mindestens die Editor-Rolle.

Diese Variante übersteht als einzige eine volle Woche, weil sie den Schritt entfernt, an den sich sonst ein Mensch erinnern müsste.

Den Saal aufnehmen

Ein Hörsaal ist kein Besprechungsraum. Sie sitzen meist mit Abstand zu einer Person, die über eine Lautsprecheranlage spricht, und das ist akustisch etwas völlig anderes als ein Gespräch am Laptop.

Zwei Wege führen den Ton hinein, wählbar in der Audioquelle in der Studio-Seitenleiste oder im Schritt Audio des Einrichtungsassistenten:

  • Mikrofon nimmt den Raum auf, über das Laptop-Mikrofon oder ein beliebiges angeschlossenes Gerät. Achten Sie auf die Pegelanzeige neben dem Gerät, während jemand spricht. Sie zeigt Ihnen, dass der Raum wirklich ankommt, bevor Sie eine Stunde darauf verwenden.
  • Desktop-Audio überträgt, was Ihr Rechner wiedergibt. Das ist der Weg für eine gestreamte Kongresssitzung, ein Webinar oder eine Aufzeichnung, die Sie abspielen.

Bei einer hybriden Veranstaltung, in der Sie selbst sprechen und zusätzlich entfernten Ton wiedergeben, nehmen Sie Desktop-Audio auf und schalten Mikrofon einbeziehen dazu, damit beides in einem Transkript landet. Beide Quellen, die Qualitätsmodi, die Aufnahmeverstärkung und die Pegelanzeige gibt es in jedem Tarif.

Wenn Sie lieber nichts live laufen lassen, nehmen Sie mit Ihrem gewohnten Gerät auf und laden die Datei hinterher hoch.

Einen bereits aufgezeichneten Vortrag hochladen

Kalima nimmt MP3, WAV, M4A, AAC, FLAC, OGG, Opus, WebM, AIFF und AMR an, dazu die Videoformate MP4, MOV und WebM. Bei einem Video wird die Tonspur bereits in Ihrem Browser herausgelöst, sodass nur der Ton hochgeladen und gespeichert wird und das Video selbst Ihr Gerät nie verlässt. Ein mit dem Telefon gefilmter Vortrag ist damit eine völlig brauchbare Quelle.

Eine Grenze gilt überall: Eine einzelne Datei darf 5 Stunden (300 Minuten) Ton nicht überschreiten, in jedem Tarif, Enterprise eingeschlossen. Darunter hängt es vom Tarif ab.

GrenzeFreePlusProTeamEnterprise
Max. Dateigröße100 MB500 MB1 GB1 GBKeine feste Grenze
Max. Dauer pro Datei30 Min.180 Min.300 Min.300 Min.Unbegrenzt (bis zur 5-Stunden-Grenze)
Uploads pro Woche5255050Unbegrenzt

Ein halber Kongresstag sind mehrere Dateien, nicht eine. Schneiden Sie an den Pausen, dort wollen Sie die Grenzen ohnehin haben.

In der Diskussion werden aus einer Stimme viele

Den größten Teil des Vortrags spricht eine Person. Dann beginnen die Fragen, und aus der Aufnahme wird ein Gespräch zwischen Vortragenden und Saal.

Kalima trennt die Stimmen automatisch beim Transkribieren. Jede bekommt eine Bezeichnung, Sprecher 1, Sprecher 2 und so weiter, und eine eigene Farbe. Die Palette hat acht Farben und wiederholt sich danach. Die Nummerierung bleibt über die gesamte Sitzung stabil: Wenn Sie zwischen Vortrag und Diskussion die Aufnahme stoppen und neu starten, behält die vortragende Person durchgehend dieselbe Nummer.

Zum lesbaren Protokoll wird das durch Umbenennen. Klicken Sie in einem Segmentkopf auf das Sprecher-Etikett, tippen Sie einen Namen mit bis zu 50 Zeichen, und alle Segmente dieser Stimme werden auf einmal aktualisiert. Bereits verwendete Namen erscheinen als Vorschläge zum Antippen. Umbenennen darf nur, wem die Sitzung gehört. Wenn eine Kollegin Ihnen die Sitzung geteilt hat, sehen Sie die Namen, die sie vergeben hat.

Die Sprechertrennung ist eine Schätzung nach bestem Vermögen. Sehr kurze Zwischenrufe und Stellen, an denen zwei Personen gleichzeitig sprechen, landen gelegentlich bei der falschen Stimme, und in einer Fragerunde ist das eher der Normalfall als die Ausnahme. Rechnen Sie damit, ein paar Stellen zu korrigieren.

Vorträge, die die Sprache wechseln

Kalima erkennt Sprache in über 60 Sprachen und bestimmt selbst, was gesprochen wird. Wechselt die Sprache mitten in der Sitzung, bekommt der betreffende Abschnitt ein kleines Sprachkennzeichen. So bleibt ein deutscher Vortrag mit englischer Terminologie ein zusammenhängend lesbares Dokument.

Wenn Sie vorher wissen, was kommt, hinterlegen Sie erwartete Sprachen. Das lenkt die Erkennung dorthin, ohne andere Sprachen auszuschließen, und lohnt sich besonders bei starkem Akzent, bei verlässlich zweisprachigen Veranstaltungen und bei Sprachen, die selten genug sind, um mit einer verwandten verwechselt zu werden. Sprachhinweise und Kontext ergänzen sich: Die Hinweise sagen, welche Sprachen kommen, der Kontext sagt, welche Wörter darin.

Für internationales Publikum überträgt die Live-Übersetzung die Sitzung entweder einseitig in eine Zielsprache oder zweiseitig zwischen zwei Sprachen in beide Richtungen.

Was am Ende dasteht

Sobald Transkripttext vorliegt, macht die KI-Zusammenfassung aus einer Stunde Vortrag etwas, das Sie in einer Minute lesen. Sie richtet sich nach der Art der Aufnahme: Ein Vortrag ergibt Gedanken und Erkenntnisse statt herbeikonstruierter Entscheidungen und Aufgaben, die nie gefallen sind. Zusammenfassungen halten sich ausschließlich an das Transkript, es wird also nichts erfunden, und leise oder überlappende Passagen führen zu einem dünneren Ergebnis statt zu einem selbstbewusst falschen.

Was trotzdem falsch angekommen ist, markieren und beheben Sie hinterher mit AutoCorrect+. Danach exportieren Sie:

FormatWofür
PDFEin druckbares Protokoll mit Titel, Datum, Sprechern, Zeitbereichen und der Zusammenfassung, sofern gespeichert
SRTUntertitel im Videoschnitt, mit vorangestellten Sprechernamen
VTTUntertitel für ein Video im Web
JSONWeiterverarbeitung im eigenen Werkzeug, inklusive wortgenauer Zeitstempel
Zusammenfassung (Markdown)Die Kurzfassung in Notizen oder ins Wiki einfügen

Untertitel wiegen hier schwerer, als man denkt. Wenn ein Vortrag im Intranet der Abteilung oder auf einer Kongressplattform landet, ist eine SRT-Datei der Unterschied zwischen einem Video und einem durchsuchbaren Video.

Sagen Sie, dass Sie mitschreiben

Ein Transkript, das auf Ihrem Laptop läuft, bemerkt im Saal niemand, und genau deshalb sollten Sie es erwähnen. Die Regeln für Aufzeichnungen unterscheiden sich nach Land, nach Einrichtung und oft nach Veranstaltung, und Kongressveranstalter haben in der Regel eine Vorgabe zum Mitschneiden von Sitzungen. Fragen Sie die vortragende Person. Die meisten haben nichts dagegen, dass eine Kollegin einen Lehrvortrag schriftlich festhält, und wer nein sagt, hat einen Grund, den Sie lieber vorher hören.

Kalima gibt Ihnen einen unauffälligen Weg, einen Vortrag festzuhalten. Die Erlaubnis dazu gibt es nicht mit.

Häufige Fragen

Erkennt Kalima Wirkstoffnamen auch ohne Vorbereitung?

Weitgehend ja. Medizin gehört zu den Domänen, für die die Erkennung gebaut ist, klinisches Vokabular ist dort Alltag und kein Sonderfall. Bei den Wörtern, die nur bei Ihnen gelten, zahlt sich Vorbereitung aus: hauseigene Abkürzungen, der Nachname der vortragenden Person, eine interne Studiennummer, alles, was exakt gleich geschrieben sein muss.

Muss ich überhaupt einen Kontext hinterlegen?

Nein. Auch eine Sitzung ohne eigene Einstellung trägt die kleine automatische Einordnung, die Kalima aus Aufnahmesituation, Sitzungstitel und Projekt zusammenstellt. Eine Beschreibung dazuzuschreiben dauert eine Minute und ist die beste Minute, die Sie investieren können. Sobald eine wiederkehrende Reihe Vokabular hat, das sitzen muss, lohnt sich eine Begriffsliste.

Kann ich dieselbe Terminologie für eine ganze Reihe wiederverwenden?

Ja, und Sie sollten es. Speichern Sie sie als Kontext-Vorlage und wenden Sie sie mit einem Klick an, oder hinterlegen Sie sie als Vorgabe am Projekt, damit jede neue Sitzung sie automatisch übernimmt. Gespeicherte Vorlagen gibt es in jedem Tarif, und wie viele Sie behalten, ist unbegrenzt.

Was passiert, wenn mitten in der Vorlesung die Verbindung abbricht?

Der Abschnitt, der danach neu transkribiert wird, nutzt denselben Kontext, dieselben Begriffe und dieselben Sprachen wie die Live-Sitzung. Der wiederhergestellte Text passt damit zum Rest des Transkripts und fällt nicht auf allgemeinen Wortschatz zurück.

Kann ich einen Vortrag in einer Sprache aufnehmen und in einer anderen lesen?

Ja. Die Live-Übersetzung läuft einseitig in eine Zielsprache oder zweiseitig zwischen zwei Sprachen. Zusätzlich können Sie für einzelne Begriffe eine bevorzugte Übersetzung hinterlegen, damit Ihre Terminologie durchgängig bleibt statt wörtlich übertragen zu werden.

Erfindet die Zusammenfassung bei einem Vortrag Aufgaben?

Nein. Kalima richtet die Gewichtung nach der Art der Sitzung, ein Vortrag ergibt also Gedanken und Erkenntnisse statt Entscheidungen und Zuständigkeiten, die nie ausgesprochen wurden.

Eignet sich das für Patientengespräche?

Diese Anleitung behandelt bewusst nur Lehr- und Kongressmaterial. Sobald Patientendaten im Spiel sind, kommen Anforderungen dazu, die von Ihrer Einrichtung und Ihrem Rechtsrahmen abhängen. Sprechen Sie uns an, dann gehen wir sie mit Ihnen durch, statt Sie aus einem Blogbeitrag raten zu lassen.

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